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5. Juli 2015

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Gesund, fit und schön

Anzeige

„GrunzMobil“

in Regensburg

Regensburg –

Kommenden

Dienstag, 7. Juli von 12.30 bis 19

Uhr, macht das „GrunzMobil“ der

Albert Schweitzer Stiftung halt

in Regensburg. Mit dem fünf

Meter hohen schweineförmigen

Fahrzeug mit Videoinstallationen

informiert die Stiftung über Mas-

sentierhaltung und vegane

Lebensweise. Unter dem Motto

„Probier’s vegan“ will das Grunz-

Mobil Verbraucher dazu anregen,

die eigenen Konsumgewohnhei-

ten zu überdenken.

Schwimmer

gesucht!

Regensburg –

Im Rahmen des 24-

Stunden-Schwimmens (28. und

29.11.) findet heuer die Aktion „Fit

für 24“ statt. Gesucht werden dafür

acht Teilnehmerinnen und Teilneh-

mer. Sie werden mit einem Gratis-

Intensiv-Kraulkurs auf das Benefiz

event vorbereitet. Erste Kraul-

Erfahrungen nötig. Bewerbung mit

Kontaktdaten, Lebenslauf und kur-

zem Motivationsschreiben bis 24.

Juli an

fitfuer24@westbad.de

oder

an der Westbad-Kasse abgeben.

Mehr Infos:

www.westbad.de.

Dr. Sommer warnt vor Hitzekollaps

Regensburg –

„Heute werden Spitzentemperatu-

ren von über 35 Grad Celsius erwartet. Gerade

ältere und chronisch kranke Menschen sind jetzt

besonders gefährdet, doch einen Hitzekollaps

können auch jüngere Menschen erleiden“, weiß

Dr. Johann Sommer. Der Standortarzt der Johan-

niter in Ostbayern erklärt weiter: „Insbesondere

übermäßiger Alkoholgenuss belastet an heißen

Tagen den Kreislauf zusätzlich – eine gefährliche

Mischung.“ Erste Anzeichen einer Hitze-Erschöp-

fung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen

und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen

halten zu können. Bei schwerer Überhitzung droht

sogar Bewusstlosigkeit. Dr. Sommer: „Dann sind

wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten: Bei

einem Zusammenbruch muss umgehend der Ret-

tungsdienst über die 112 verständigt werden. Die

betroffene Person sollte in den Schatten gebracht

werden. Reagiert der Betroffene nicht auf Anspra-

che oder Berührung, sollten Atmung und Puls

geprüft werden. Atmet die betroffene Person nor-

mal, sollte der Ersthelfer sie in die stabile Seiten-

lage bringen. Atmet der Bewusstlose gar nicht

oder nicht normal, muss umgehend mit Wieder-

belebungsmaßnahmen begonnen werden. Einem

Menschen ohne Bewusstsein dürfen keinesfalls

Getränke verabreicht werden, er könnte daran

ersticken.“

Suchtprobleme: Hilfe für Angehörige

Caritas-Fachambulanz: Informationsabend am 10. Juli mit Diplom-Sozialpädagogin

Regensburg –

Am 10. Juli, von

16.30 bis 18 Uhr, lädt die Caritas-

Fachambulanz, Hemauerstraße

10c, Angehörige von Menschen

mit Suchtproblemen zu einer

Informationsveranstaltun ein.

Häufig sind Angehörige mit ihrer

Situation überfordert. Sie wollen

ihren Partner nicht bloßstellen und

verheimlichen daher das Alkohol-

problem.

Angehörige fühlen sich extrem

alleingelassen und werden im Lauf

der Zeit immer unsicherer und rat-

loser. Hilfe und Beratung finden

sie bei der Regensburger Caritas-

Fachambulanz für Suchtprobleme.

Suchtexpertin und Diplom-Sozial-

pädagogin Monika Gerhardinger

bietet dort in regelmäßigen

Abständen eine offene Informati-

onsveranstaltung an.

„Viele scheuen sich, mit jeman-

dem über ihre Probleme zu

reden“, sagt sie. Und betont

gleichzeitig: „Die Teilnahme ist auf

Wunsch anonym, auch eine

Anmeldung ist nicht nötig.“ Auf

diese Weise hält sie die Hemm-

schwelle für Angehörige und

Freunde von Suchtkranken

bewusst ganz niedrig. In der Infor-

mationsveranstaltung gibt Gerhar-

dinger Orientierungshilfen, wie

Angehörige und Freunde sich am

besten gegenüber Suchtkranken

verhalten und wie sie zu einem

selbstbestimmten Leben zurück-

kehren können. Sie erklärt, wo

Sucht beginnt, wie man eine

Abhängigkeit erkennt und welche

Hilfen es gibt. Alle zwei Wochen

beispielsweise bietet Gerhardinger

bei genügend Nachfrage selbst

einen Gesprächskreis für Angehö-

rige an, in dem sich Menschen mit

ähnlichen

Problemen

im

geschützten Rahmen und in ange-

nehmer Atmosphäre treffen und

austauschen können. Mehr Infos

unter www.suchtambulanz-reg

ensburg.de

oder Telefonnummer

0941/630827-0.

Suchtexpertin und Diplom-

Sozialpädagogin Monika Ger-

hardinger

FOTO: CARITAS

Bad Abbach – Rund 40.000

Menschen muss jedes Jahr in

Deutschland ein Fuß amputiert

werden. Schuld daran ist das

diabetische Fußsyndrom. Viele

der Eingriffe ließen sich jedoch

bei frühzeitiger und passge-

nauer Behandlung vermeiden.

An der Orthopädischen Univer-

sitätsklinik Regensburg im Askle-

pios Klinikum Bad Abbach

erforscht man unter der Leitung

von Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka

deshalb, welche Therapie am

erfolgversprechendsten ist.

Der „offene Fuß“, wie das Syn-

drom im Volksmund auch genannt

wird, ist eine Folgeerkrankung von

Diabetes mellitus. „Das Krankheits-

bild ist deshalb so gefährlich, weil

es oft zu spät erkannt wird“, erklärt

Dr. Jürgen Götz, Oberarzt und Lei-

ter der Sektion Fuß- und Sprung-

gelenkchirurgie der Klinik. „Das

liegt daran, dass Diabetiker auf-

grund geschädigter Nerven häufig

keine oder kaum Schmerzen spü-

ren. Verletzte Haut oder kleine

Wunden werden so nicht oder erst

spät wahrgenommen.“ Und genau

da liegt das Problem: Menschen,

die unter der Stoffwechselstörung

leiden, haben oft eine schlechtere

Wundheilung. Sind ein Fußpilz, ein

kleiner Riss, den man sich beim

Barfußlaufen zuzieht, oder eine

Druckstelle aufgrund falscher

Belastung für einen Gesunden viel-

leicht kurzfristig unangenehm, kön-

nen die Folgen für Diabetiker fatal

sein. So dringen selbst durch

kleinste Verletzungen Erreger in die

Haut ein und entwickeln sich bei

Betroffenen leicht zu einem Druck-

geschwür. Verschärft wird die

Situation dadurch, dass sich Infek-

tionen bei Zuckerpatienten auf-

grund von Durchblutungsstörun-

gen noch schneller ausbreiten.

„Menschen, die unter Diabetes lei-

den, sollten daher besonders wach-

sam sein, wenn sie an den Füßen

wenig empfindlich für Schmerz

oder Wärme sind, wenn die Haut

am Fuß sehr trocken ist, die Füße

taub sind oder auch gerötet und

geschwollen. Das alles können

erste Anzeichen für ein diabeti-

sches Fußsyndrom sein“, so Dr.

Götz.

Die besondere Gefahr, die dann

auch zur Amputation führen könne,

sei, wenn ein Druckgeschwür bei

einem diabetischen Fuß zu lange

unerkannt oder unbehandelt

bleibe.

Dr. Götz und sein Kollege Dr.

Gernot Hertel, Leiter der diabeti-

schen Fußsprechstunde, arbeiten

deshalb an einer Studie, die heraus-

finden soll, welche Behandlungs-

methoden bei Patienten mit aus-

geprägtem Druckgeschwür am

besten hilft. Ziel ist es, die Behand-

lungsdauer zu verkürzen und die

Infektion zu stoppen, sodass

Amputationen vermieden werden

können. Dazu suchen sie momen-

tan noch Patienten, die unter Dia-

betes mellitus und einem Druckge-

schwür leiden. „Wir behandeln das

Geschwür dann entweder mit einer

Orthese oder einem abnehmbaren

Unterschenkelgips. Welcher Patient

was bekommt, entscheidet das

Los.“ Beide Instrumente dienen

aber in gleicher Weise, den Fuß zu

entlasten, Druck abzubauen und so

das Geschwür abzuheilen. „Wir

möchten nach Studienende genau

wissen, welche Behandlungsme-

thode wir unseren Patienten künf-

tig für eine optimale Therapie emp-

fehlen können“, so Dr. Hertel.

„Offener Fuß“:

Frühzeitig behandeln

Diabetisches Fußsyndrom: Fußamputation verhindern

Viele Fußamputationen könnten bei rechtzeitiger und passge-

nauer Behandlung vermieden werden